Derlei gibt es viele. In diesen Zeiten zunehmend und immer mehr. Aus der Erfahrung heraus befinden sich die am härtesten umkämpften Grenzen allerdings immer im Kopf. Dem eigenen und dem der anderen.
Doch wo liegen meine? Eine Frage, immer und immer wieder an mich gerichtet. Und laut E.’s Aussage in Zweifel gezogen, dass ich keine hätte und dies durchaus kein Kompliment sei, ihm so gesehen viel mehr Angst machen würde. Nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn, wer keine Grenzen hat und nicht Stopp sagt, der wird übergangen und geht am Ende unter. Tonlos.
Und nun, im Prozess der Umwälzung, Wiederaufrichtung, Besinnung, Neuausrichtung heißt es, die persönlichen Grenzen zu definieren. Dabei geht nicht um Grenzerfahrungen. Nein, davon habe ich genug. Bilde ich mir zumindest ein. Aber: Auf was bin ich bereit zu verzichten? Auf was kann und will ich nicht verzichten? Und vor allem auch wie lange? Und letzten Endes, was passiert, wenn meine Grenze(n) erreicht sind? Vielleicht sogar überschritten?
Bei meiner Wanderung auf dem PCT musste ich mir anhören, dass ich mich übernommen habe. Überschätzt. Dass ich meine Grenzen missachtet hätte. Bei der Rückschau auf verschiedene Ereignisse und Situationen muss ich, ganz unabhängig von den PCT-Erlebnissen, mir selbst eingestehen, dass ich so einige Warnsignale mehr als einmal ignoriert und „weggedrückt“ habe. Sehr zu meinem eigenen Leidwesen und Nachteil. Es gilt also, Grenzen zu ziehen. Im Kopf. Im Handeln. Und in der Kommunikation. Vor allem da.


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