Steps to Stories

Wenn jeder Schritt zu einer (anderen) Geschichte wird


Bürokratie

Wer einmal in den „Fängen“ der deutschen Bürokratie ist, der entkommt diesen so leicht nicht mehr. Bei manchen scheint einen am Ende nur das eigene Ableben zum Entkommen zu verhelfen.

Im Zuge meines schrittweisen Ausstiegs aus der Tretmühle, regele bzw. versuche ich, meine Angelegenheiten zu regeln. Also nicht die mein irdisches Ende betreffend, sondern alles, was so an rechtlichen, steuerlichen und verwaltungstechnischen Dingen einem das Leben sowohl leicht als auch schwer macht.

Den zeitintensivsten Part dabei hat sicher das Thema Krankenversicherung. Das mag meinem Alter geschuldet sein. Mit Ende 50 ist eben einfach die zumindest körperlich gesehen, beste Zeit hinter einem – egal, wie viel Sport betrieben und wie gesund auf die Ernährung geachtet wird. Nun zähle ich mich ganz bestimmt nicht zu den Menschen, die mit einer Erkältung die Segel streichen und sich in den Krankenstand verabschieden. Diese Einstellung habe ich meinen Erzeugern zu verdanken. Danke nochmals dafür. Und wir alles wissen, dass sich Prägungen nicht so mir nichts dir nichts verabschieden. Sei’s drum. Das ist eine andere Geschichte.

Auch wenn ich mich nun zu den fitten Leistungsträgern zähle, sehen das die Krankenkassen anders und lassen sich eine Absicherung recht fürstlich bezahlen. Gerade, wenn es um das Thema Vorsorge geht, was mir sich bisweilen nicht ganz erschließt, denn Vorsorge ist besser als Nachsorge. Die ist bei weitem und um einiges kostspieliger. In meinem Alter erst recht, möchte ich den Vertretern zurufen.

Auf dem Versicherungsfeld tummeln sich mittlerweile eine ganze Reihe an Anbietern. Das ist für uns Verbraucher und globale Nomaden schön. Für die Versicherungsgesellschaften wohl aber auch ein Nachteil, denn sie buhlen um einen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung geringen Anteil. Ich jedenfalls bekomme in regelmäßigen Abständen nun Nachfragen, ob man mir noch weitere Informationen zukommen lassen solle. Oder auch tagtägliche Anrufe, welche ich etwas genervt, aber geflissentlich ignoriere. Oder Mails mit dem Hinweis, ich könne gern einen Termin zur Abstimmung vereinbaren. Anstrengend.

Noch anstrengender wird es, wenn es um Verträge mit Banken, weiteren Versicherungs- und Telekommunikationsgesellschaften sowie die allseits geliebten Steuern geht. Ganz zu schweigen von der GEZ. Entweder helfen da nur kriminell angehauchte Taktiken oder tatsächlich nur die Zusendung der eigenen Todesanzeige. Vor allem bei letzterem.



Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Steps to Stories

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen