Wir als soziale Wesen leben und überleben (nur), wenn wir Resonanz erfahren. Wir sind Sender und Empfänger in einem. Wird eines von beiden nicht bedient, leiden wir. Also gehen wir in den Austausch, ins Gespräch. Doch das eigentliche Gespräch beginnt erst nach dem Zwiegespräch – nämlich mit dem im inneren Dialog.
Dann wälzen wir das Gesagte und Nicht-Gesagte in unseren Gedanken hin und her, ziehen es von links auf rechts und stellen die Wordpyramiden auf den Kopf. So lange, bis uns schwindelig ist und wir glauben, all dies auch in der realen Kommunikation ausgesprochen zu haben.
Und dann wundern wir uns, warum wir weder einander noch uns selbst verstehen. Denn der innere Dialog ist oftmals so laut, intensiv und nachhallend, dass wir uns gar nicht vorstellen können, die Worte seien nur in unserem Kopf, in unserem internen Sender-Empfänger-Modell vertont worden.
Gerade schwierige Themen und Dialoge haben ja die Tendenz, sich in Endlosschleifen von „warum“ und „wie“ usw. festzufahren. Gleich einer Platte, die einen Sprung in der Tonspur hat. Wer kennt das nicht? Obwohl, vielleicht ist der eine oder andere mit dieser Gabe gesegnet. Man muss/soll eben nicht immer von sich auf andere schließen.


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