Verantwortung kommt in vielerlei Gewändern daher und oftmals drohe ich unter der Last dieser nicht recht vorwärts zu kommen. Als Stillstand ließe es sich treffenderweise auch bezeichnen. Ich habe aber keine Lust mehr. Weder auf Stillstand noch auch Verantwortung. Vor allem will ich keine Verantwortung mehr für andere oder anderes.
Allen voran die für den Nachwuchs, der selbst keinerlei Anstalten macht, für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen. Gut, sich von Verantwortung frei machen funktioniert natürlich nicht wirklich, das ist mir durchaus bewusst. Vor allem im Falle der Elternschaft ist dies etwas, was einen das eigene Leben lang begleitet. Hier stoßen Wunsch und Wirklichkeit hart aufeinander und ich muss mir immer wieder eigenstehen, dass ich schlicht und einfach weder mich noch meine Werte verständlich machen kann. Zumindest so, dass die Botschaft nicht nur ankommt, sondern dieser auch Taten folgen.
Wir bzw. ich hangele mich also von Gespräch zu Gespräch. Wir kauen immer wieder auf den altbekannten Themen rum. Doch dieses eine Mal will ich mir den Weg nicht nehmen lassen. Dieses Mal kann ich nicht (mehr) Rücksicht nehmen. Dieses Mal geht es um mich. Und nur um mich.
Es muss also eine andere Strategie her. Eine, die mir erlaubt, frei zu sein. Frei von Verantwortung. Frei von schlechten Gewissen. Frei, eine neue Wirklichkeit zu schaffen.


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